Storytelling: Unsere 10 Aha-Momente beim letzten oejfv-Workshop

Am Sonntag den 4. Mai 2019 fand der erste Workshop unseres Vereins zum Thema Storytelling statt. Unter der Leitung von Thorsten Müller, Dozent an der Fachhochschule St. Pölten, durften wir – die TeilnehmerInnen – in die Welt des Storytellings eintauchen.

Da die meisten der TeilnehmerInnen aus Oberösterreich, Niederösterreich oder Wien anreisten, hieß es Samstag früh: bald aufstehen und auf nach St. Pölten, um rechtzeitig beim Workshop zu sein. Bereits um halb 10 startete er, denn es erwartete uns ein buntes Programm.

Von den grundlegenden Fragen wie „Was ist Storytelling überhaupt?“ über jahrtausendelang bewährte Erzählstrategien wie die 3-Akt-Struktur und die Heldenreise bis hin zu Figurencharakterisierung: Thorsten erklärte uns alle Elemente, die das Storytelling ausmachen. Dabei konnten wir bereits vorhandenes Wissen ausbauen oder als blutige Anfänger das erste Mal „Storytelling-Luft“ schnuppern.

Warum es jedoch beim Storytelling eigentlich keine wirklichen Anfänger gibt, erklärte uns Thorsten in seinem Vortrag. Wir haben hier für euch die 10 wichtigsten Punkte zusammengefasst, die wir über Storytelling gelernt haben:

1. Der Erzähler in jedem von uns

Geschichtenerzählen ist etwas, das wir Menschen seit jeher beherrschen. Auch steinzeitliche Höhlenmalereien können als erzählerische Aufbereitung von Informationen gedeutet werden. Es liegt also in unseren Genen, Geschichten zu erzählen. Dass eine gewisse Struktur dahinter versteckt liegt, erkannte Joseph Campbell als Erster. Er untersuchte Märchen, Erzählungen und andere Mythen auf der ganzen Welt und fand bei näherer Betrachtung heraus, dass – egal, ob in Deutschland oder in China – alle (erfolgreich erhaltenen) Geschichten einem gewissen Muster folgen. Campbell nannte dieses Muster „Monomythos“ oder „Heldenreise“. Später wurde das Modell noch verfeinert und auf 12 Schritte heruntergebrochen und ist in dieser Form heutzutage ein wichtiges Tool für Film- und Fernsehproduktionen.

Das Modell der Heldenreise konnten wir als TeilnehmerInnen des Workshops sehr schnell nachvollziehen, da uns sofort Beispiele für Filme einfielen, die man nach diesem Modell einteilen könnte: Am bekanntesten sind wohl Herr der Ringe und Harry Potter. Welche würden euch spontan einfallen, wenn ihr euch die Heldenreise so anseht? Clemens, einer unserer Teilnehmer, fasste das beim Workshop so zusammen:

2. Über den Helden, der auszog, um die Welt zu retten

Der erste Schritt über die Schwelle der Haustür ist der schwierigste. So geht es auch oft den Helden und Heldinnen beliebter Serien und Filme. Zuhause ist es am schönsten, doch passiert in „der gewohnten Welt des Mangels“ meist nichts Erzählenswertes. Der Protagonist oder die Protagonistin muss erst aus der Comfort Zone geschubst werden, um etwas erleben zu können. Wie in unserem Leben ist auch der Kampf des Helden häufig einer gegen den sogenannten „inneren Schweinehund“. Um den wortwörtlichen oder figurativen Endboss zu bekämpfen, muss der Held seine Ängste überwinden und über sich selbst hinauswachsen. Dabei helfen ihm die Gefährten, die er auf seiner Reise getroffen hat.

3. Der Gefährte und der Mentor: die rechte und die linke Hand des Helden

Auf seinem Weg trifft der Held auf alle möglichen Hürden, Schwellen und Feinde. Wenn er manchen Figuren, denen er auf seiner Reise begegnet, nicht trauen kann, so kann er sich immerhin seinem Freund und Begleiter und seinem Mentor anvertrauen. Diese zwei Figuren sind es, die dem Helden – manchmal wortwörtlich – auf Schritt und Tritt beiseite stehen. Häufig genannte und durchaus beliebte Beispiele sind Sam Gamdschie und Gandalf aus dem bereits erwähnten „Der Herr der Ringe“, die Frodo aus seiner Comfort Zone zerren und mit ihm die ungewisse (Helden-)Reise wagen, den Einen Ring zu zerstören: Sam als Begleiter Frodos ist seine Stütze von dem ersten Schritt über die Türschwelle an. Gandalf zuerst als der Graue, der sich „for the greater good“ aufopfert (später aber als Gandalf der Weiße wieder zurückkommt), damit Frodo auf seinem Weg weiterkommen kann.

4. Der Held und sein Schatten

Zu jedem Protagonisten gibt es natürlich auch einen Antagonisten. Der Schatten, wie er in manchen Figurenkonstellationen genannt wird, ist das, was der Held nicht sein will. Er ist quasi der Kontrapunkt zu unserem Helden, er besitzt alle Eigenschaften, die der Held verachtet. Dadurch ist er der perfekte Gegner, den es zu überwinden gilt. Zu Beginn traut sich der Held noch nicht, sich gegen seinen Widersacher aufzulehnen. Im Laufe seiner Reise wächst er jedoch zu einem selbstbewussteren Individuum heran und kann zum Ende seiner Reise hin, neben der Bezwingung einer scheinbar unlösbaren Aufgabe, auch seinen Schatten bezwingen. Damit lässt er seine Vergangenheit zurück und wird wahrhaftig zum Helden. Genau diese Transformation vom Underdog zum Bezwinger einer scheinbar unlösbaren Aufgabe ist es auch, die den Protagonisten bzw. die Protagonistin sympathisch wirken lässt. Was allerdings noch viel wichtiger ist als Sympathie, ist die Empathie.

5. Empathie will gelernt sein

Erst die Empathie, das Mitfühlen, bindet uns durch Emotional Attachment an die Hauptperson und ihre Geschichte. Die Forschung hat bewiesen, dass wir beim Einfühlen in Erzählungen Empathie lernen können. Storytelling leistet also auch in der Sozialisation der jüngsten Generation seinen Beitrag: Beim Vor- und Selbstlesen können sich Kinder in die Geschichten ihrer Lieblingshelden und -heldinnen einfühlen und so Empathie üben, die im gesellschaftlichen Umgang gefragt ist. Wir erinnerten uns an unsere Lieblingsgeschichten als Kinder und fragten uns, welchen Einfluss diese wohl damals schon auf uns hatten. Wie haben österreichische KinderbuchautorInnen wie Christine Nöstlinger, Thomas Brezina oder Mira Lobe, oder internationale Geschichtenerzähler wie J.K. Rowling unsere heutigen Werteeinstellungen geprägt? Das Mitgefühl ist es, das uns Zuseher in das Geschehen emotional einbindet. Nach Abschluss der Erzählung – wenn dann der erwartete „The End“-Screen auf dem Bildschirm gezeigt wird – können wir durchatmen und fühlen uns erleichtert, als wäre uns ein Stein vom Herzen gefallen. Als Film-Begeisterte konnten wir beim Workshop dieses Gefühl natürlich nachvollziehen. Aber was steckt hinter diesem Gefühl?

6. Das reinigende Element: Katharsis

Bereits Aristoteles erkannte die reinigende Wirkung vom Einleben in Erzählungen durch den Zuschauer, Katharsis genannt. Dieses gute Gefühl, das wir haben, wenn wir ein Buch zu Ende lesen, einen Film anschauen oder endlich die achte Staffel einer Serie genießen können, konnte er schon in der Rezeption der antiken Tragödie beobachten. Für ihn war die Katharsis, die emotionale Reinigung, eines der wichtigsten, um nicht zu sagen das wichtigste Element bei der Konzeption einer gut geschriebenen, erfolgreichen Tragödie.

7. Die 3-Akt-Struktur: von griechischen Tragödien…

Außer der Katharsis ist noch ein weiteres Relikt der antiken Tragödie nach wie vor rege in Verwendung: die 3-Akt-Struktur. Bewährt seit mehr als 2000 Jahren wird der 3-Akter in seiner Konzeption von Aristoteles aus dessen fragmentarisch erhaltenem Werk „Poetik“ als Grundlage für Erzählungen aller Art verwendet. Von sämtlichen griechischen Tragödien über Goethe bis hin zu den modernen Marketingstrategien der großen Firmen: Die 3-Akt-Struktur kann auf eine große Anzahl an unterschiedlichsten Verwendungen zurückblicken. Der erste Akt dient grundsätzlich der Vorstellung der Charaktere und legt die Ausgangssituation dar. Er endet mit dem auslösenden Moment, das den Konflikt lostritt und den Protagonisten oder die Protagonistin in Bedrängnis bringt. Im zweiten Akt wird an der Lösung des Konflikts gearbeitet. Meist kommt hier auch die Spannung an einen Höhepunkt, die schließlich im dritten Akt aufgelöst wird, indem jemand zu Hilfe kommt oder sich die Hauptfigur selbst befreien kann. Zum Schluss findet bei einem guten Ende meist eine Rückkehr statt, in den Tragödien hingegen kommt es zur Katastrophe und die Hauptfigur stirbt.

8. … zu Superbowl-Werbungen

Zum Beispiel lässt sich die erfolgreichste Werbung in der Geschichte des Superbowl – „The Lost Dog“ von Budweiser – ebenfalls in drei Akte einteilen, auch wenn sie nur knapp eine Minute dauert. In der Werbung sehen wir einen jungen Welpen, der auf einem Hof lebt, seinen Besitzer und die Pferde in den Ställen (Vorstellung der Figuren). Aus Versehen kommt der Welpe in einen Pferdeanhänger, der davonfährt (Auslösendes Moment). Danach sieht man, wie der Hund versucht, wieder nach Hause zu finden, und er gleichzeitig von seinem Besitzer gesucht wird (Zweiter Akt). Er ist schon beinahe zu Hause, man sieht den Hof am Horizont auftauchen, als plötzlich ein Wolf auftaucht und den Welpen bedrängt (Höhepunkt der Geschichte). Durch das Jaulen des Welpen werden die Pferde auf ihn aufmerksam und kommen ihm zahlreich zu Hilfe. Dadurch wird der Wolf vertrieben (Auflösung des Konflikts) und der Welpe kann zu seinem Besitzer zurückkehren (Rückkehr nach Hause).

9. Plotpoints: Die Dreh- und Angelpunkte einer Geschichte

Als Plotpoints bezeichnet man die Übergänge zwischen dem ersten und dem zweiten Akt sowie vom zweiten zum dritten Akt. Hier trifft der Protagonist bzw. die Protagonistin die wichtigen Entscheidungen, die die Geschichte und ihn/sie weiterentwickeln. Häufig ist es gar nicht so leicht zu erkennen, welche Szenen die Plotpoints sind, es verlangt ein wenig Übung. Jedoch könnt auch ihr das üben: Beim Filmschauen auf die Charakterentwicklung der Hauptfigur achten und versuchen, die entscheidenden Wendungen in ihrer Person zu erkennen. Diese Wendungen sind es schließlich auch, die es dem Charakter ermöglichen, sein volles Potenzial zu erreichen.

10. Struktur will gelernt sein, Kreativität muss man haben

Wie so oft im Leben hilft eine geordnete Struktur, ein Modell oder eine wie auch immer geartete Vorlage weiter, jedoch können diese die eigene Kreativität auch nicht ersetzen. Schließlich und endlich bleibt die kreative Arbeit bei uns und unseren Köpfen hängen. Mehr als nur einmal erwähnte Thorsten Müller das bei unserem Workshop. Eine gut strukturierte Erzählung wird nur zum Leben erweckt, wenn der Inhalt, die Charaktere und die Ausgestaltung den Zuschauer auch in den Bann ziehen können. Beim Erdenken einer Geschichte kann einem niemand weiterhelfen.

Mehr Infos für euch

Wir möchten uns ganz herzlich bei unserem Mentor und Experten für Storytelling Thomas Müller für den großartigen Workshop bedanken. Wir haben einen ganzen Tag mit vielen spannenden Infos zusammen verbracht und die wichtigsten Punkte habe ich in diesem Artikel für euch zusammengefasst: von der Heldenreise über Figurenkonstellationen bis hin zur 3-Akt-Struktur.

 

Falls ihr noch mehr Infos haben wollt, könnt ihr als Mitglieder des Österreichischen Jugendfilmverbands natürlich auf die Unterlagen des Workshops zugreifen. Unser Mentor Thorsten Müller stellte uns hierfür seine Folien zum Vortrag und eine Storytelling-Toolbox zur Verfügung. Zudem hat Anna freundlicherweise für alle, die nicht dabei sein konnten, mitgeschrieben. Interesse? Schreib uns!

Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid und gern beim nächsten kostenlosen Workshop des Jugendfilmverbands dabei wärt, meldet euch doch einfach hier für weitere Infos an:

Wir versorgen euch gerne mit Terminen zu unseren nächsten Workshops, kreativen Filmprojekten und Stammtischen, und freuen uns immer über neue Gesichter!

Unsere Aha-Momente

Wir haben die Teilnehmenden gefragt, was sie aus dem Workshop mitgenommen haben. Seht selbst!

Eure Aha-Momente

Nun haben wir uns einen ganzen Tag den Kopf zu unseren Lieblingsgeschichten zerbrochen und sind neugierig: Welche sind eure Lieblingsstories? Und welche der hier vorgestellten Muster konntet ihr dort nun erkennen? Teilt eure Aha-Momente mit uns in den Kommentaren, wir sind gespannt!

Bis zum nächsten Mal!

Liebe Grüße,
Claudia

Mitglied beim Österreichischen Jugendfilmverband
und Teilnehmerin des Storytelling-Workshops

So war die Kinopremiere 2019 – Zwei Kurzfilme & ein neugieriges Publikum im Starmovie Ried im Innkreis

Am 8. Februar war es endlich soweit: im Starmovie Ried im Innkreis (Oberösterreich) fand sich das gespannte Publikum für das Hauptabendprogramm ein: die Kurzfilme „Escape“ und „Auf Uns!“ des Österreichischen Jugendfilmverbands wurden auf großer Leinwand gezeigt. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurde der Moderator von den Fragen des Publikums durch den Saal gejagt. Zum Abschluss kam dann noch ein Special Guest für das Fotoshooting vorbei. Wir möchten gern ein paar Erinnerungen mit euch teilen.

Die Kurzfilme "Escape" und "Auf Uns!"

„Auf Uns!“ zeigt eine durchzechte Nacht von ein paar Kumpels und lässt nach und nach die Erinnerungen von Protagonist Richard wieder zurück kommen. Die Bar „Galerie“ in Ried im Innkreis in Oberösterreich diente hier als Drehort. In der Gruselkomödie „Escape“ sind die vier Jugendlichen Steffi, Michael, Hannah und Lukas in einem unheimlichen Haus gefangen. Darin geht nicht alles mit rechten Dingen zu und sie versuchen zu entkommen – leichter gesagt als getan. Gedreht wurde das ganze in einem verlassenen Haus in Ried – alleine die Location sorgte bereits für Gänsehaut.
Filmplakat zu ESCAPE | Design: Christoph Mader, oejfv

Von der Idee zum fertigen Film

Beim Jugendfilmverband geht es um’s ausprobieren: Learning by Doing ist das Motto. So entstanden auch beide Kurzfilme von den ersten Ideen über das Schreiben der Drehbücher bis hin zur Produktion und Postproduktion in Teamarbeit – jede und jeder brachte sich in einer Rolle ein, in der man sich einmal versuchen wollte.
Jede und jeder hat unterschiedliche Aufgaben und Bereiche, wo er/sie Spezialist ist, so ist das im Jugendfilmverband.
Moritz Reisinger
Moderator

Bei „Escape“ schrieben mehrere Teams parallel an den Geschichten für die unterschiedlichen Räume des Gruselhauses. Zu Beginn wurden die Charaktere und der Hauptplot festgelegt, dann hatte jedes Team Gestaltungsfreiheit. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und selbst etwas über Filmproduktion lernen möchte, ist bei den Workshops und zukünftigen Projekten des Jugendfilmverbands jederzeit herzlich Willkommen! 

Fragen an das Team & ein laufender Moderator

Nach der Filmaufführung hatte das Publikum die Möglichkeit, uns mit Fragen zu löchern, was auch gerne angenommen wurde. Moderator Moritz wurde mit dem Mikrofon durch den Saal gejagt, die Neugier war groß: „War das deine erste Rolle als Schauspielerin? Wie hast du das Set erlebt? Was waren besondere Herausforderungen für dich?“
Ich habe schon mal eine kleine Rolle bei den Bavaria-Filmstudios gespielt, damals war ich ein Mafia-Boss.
Jasmin Höfurthner
Schauspielerin

„Macht ihr das alles in eurer Freizeit? Wollt ihr das später einmal professionell machen? Wie würde das Budget einer solchen Filmproduktion aussehen? …“  Das waren nur einige der Fragen, die vertretend für das ganze Team von Jasmin Höfurthner (Schauspielerin), Alexander Hörl (Schauspieler), Melanie Andrich (Co-Regisseurin) und Christoph Mader (Sound-Koordinator) beantwortet wurden. Hier gibt es die Interviewrunde zum Nachsehen: 

Made in Austria

Eine der Besonderheiten der letzten Filmproduktionen des Jugendfilmverbands ist der regionale Fokus: neben den Drehorten (Bar und verlassenes Haus in Oberösterreich) ist auch der sprachliche Ausdruck durch und durch lokal und authentisch.
I hob ma docht: jo, loss ma moi den schönen Gelehrten aussahänga und redn ma Hochdeitsch. Des is jo scho fost exotisch in dem Füm.
Alexander Hörl
Schauspieler

Bereits beim Schreiben der Drehbücher war es jeder und jedem selbst überlassen, ob im Dialekt, in gehobener Umgangssprache oder auf Standarddeutsch geschrieben wurde. Auch in der Umsetzung hatten die Schauspieler*innen freie Wahl: so hört man verschiedenste Ausprägungen des österreichischen Sprachgebrauchs – so, wie de Leid hoid redn, ne.

Eindrücke vom Set

Besonderen Eindruck hat der Drehort von „Escape“ bei den Mitwirkenden hinterlassen: von der ersten Besichtigung über die Vorbereitungen zu den Filmaufnahmen bis hin zu Herausforderungen für Licht und Ton wurden die Filmaufnahmen in einem verlassenen Haus einmal mehr zu einem Abenteuer.
Verlassenes Haus in Ried im Innkreis | Foto: oejfv
Mein Highlight war die Location. Allein schon die erste Besichtigung: es war mega gruselig und da waren noch nicht mal die Fenster abgedunkelt. ​
Melanie Andrich
Co-Regisseurin
Aufgrund der befahrenen Straße am Drehort mussten alle Aufnahmen - bis auf 2 - im Studio neu vertont werden. Wer die zwei Originalstellen herausfindet, bekommt was von mir 😉
Christoph Mader
Sound-Koordinator

Ab sofort auch online verfügbar

Wer keine Gelegenheit hatte, bei der Premiere dabei zu sein, kann es sich auch mit Popcorn auf der Couch gemütlich machen: die beiden Kurzfilme „Escape“ und „Auf Uns!“ sind ab sofort auch online verfügbar. Natürlich würden wir gerne wissen, wie sie euch gefallen, und freuen uns auf eure Kommentare.

Erinnerungsfotos #premiere2019ried

Wie hat euch die Kinopremiere 2019 gefallen?
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Wir freuen uns auf eure Eindrücke und Meinungen in den Kommentaren. Bis zum nächsten Mal!

Kinopremiere am 8. Februar – bist du dabei?

Gemeinsam vor und hinter der Kamera – bei uns, beim Österreichischen Jugendfilmverband können sich junge Kreativköpfe aus ganz Österreich in verschiedensten Rollen einer Filmproduktion ausprobieren. Von den ersten Ideen über das Drehbuch bis zum fertigen Film auf der Leinwand entsteht alles in Teamarbeit. Auch im letzten Jahr haben unsere Mitglieder wieder auf ein gemeinsames Ziel hingearbeitet: das Ergebnis, der Kurzfilm „Escape“, ist am 8. Februar 2019 im Star Movie Ried im Innkreis zu sehen.

Drehaufnahmen zu "Escape", © oejfv 2018

Ein gruseliger Kurzfilm – das war unser Ziel für das Sommerprojekt 2018. Im März 2018 fanden sich unsere Mitglieder aus OÖ, NÖ und Wien zum ersten Mal zusammen, um erste Ideen auszutüfteln und
einen inhaltlichen Rahmen für ein Drehbuch zu schaffen. Danach folgten Teamtreffen zum Schreiben, diskutieren, Storyboard zeichnen, Drehplanung. 

Nach den Drehtagen kam dann natürlich noch die Postproduktion, also der Schnitt und die Nachbearbeitung des Filmmaterials dazu. „Bei uns kann man sich in allem ausprobieren und einfach mitmachen!“, so Melanie Andrich, unsere Eventmanagerin und Co-Regisseurin beim Sommerprojekt.

Drehbuch im Dialekt - eine regionale Produktion

Nach dem ersten Brainstorming und der Einigung auf einen inhaltlichen Rahmen ging es direkt an das Schreiben der Drehbücher: daran arbeiten mehrere Teams parallel und unabhängig voneinander. Die Gestaltungsfreiheit führte unter anderem dazu, dass Teile der Drehbücher auch im Dialekt verfasst wurden. “In der Vergangenheit haben wir auf Englisch produziert, inspiriert von amerikanischen oder britischen Serien, die wir selbst oft in Originalsprache konsumieren. Mittlerweile sind wir wieder zu unserer Muttersprache gewechselt und nun ist es uns umso wichtiger, dass jeder so sprechen und schreiben kann, wie wir es als natürlich empfinden.”, so Kameramann und unser Obmann Tobias Schachinger. Nun heißt es also zurück zum Ursprung und unseren Dialekten: ein großer Vorteil von regionalen Produktionen.

Auszug aus dem Drehbuch von "Escape", © oejfv 2018

Ein verlassenes Haus in Ried als Drehort

Für eine gruselige Geschichte musste ein gruseliger Drehort her: auch dieser wurde in Ried im Innkreis (OÖ) gefunden. Ein verlassenes Haus in der Bahnhofstraße sorgte bereits bei den Aufnahmen für Gänsehaut – und das trotz Beleuchtung und dem Wissen, dass doch alles nur gespielt ist. „Der Holzboden hat sich hier über die Jahre hinweg in Staub aufgelöst“, erzählt Co-Regisseurin Chiara Gallo. “Wir mussten höllisch aufpassen, dass wir nicht irgendwo runterfallen oder durchbrechen. Aber es hat sich gelohnt und einfach auch richtig Spaß gemacht!“

Drehort in Ried im Innkreis, © oejfv 2018

Persönliches Kennenlernen bei der Kinovorstellung am 8. Februar 2019

Ihr wollt das Ergebnis sehen, mehr über die mögliche Mitgestaltung bei uns im Jugendfilmverband erfahren oder die jungen Filmemacher einfach persönlich kennenlernen? Am 8. Februar habt ihr die Möglichkeit dazu! Die Ergebnisse der letzten Filmprojekte, die Kurzfilme „Escape“ und “Auf uns!”, werden um 18 Uhr im Star Movie Ried im Innkreis gezeigt. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion könnt ihr uns mit Fragen löchern und den Abend bei gemeinsamem Speis und Trank ausklingen lassen. Die Tickets sind kostenlos und können ganz einfach unter www.jugendfilmverband.at/kino reserviert werden. Wir freuen uns auf euch!

Drehaufnahmen des Jugendfilmverbands, © oejfv 2018

Kinopremiere 2019

Was? Kurzfilme „Escape“ und „Auf uns!“ 
Wann? 
8. Februar 2019, 18:00
Wo? Starmovie Ried im Innkreis, Hannesgrub 17, 4911 Tumeltsham

Kürung zum Hidden Hero

Die Campus- und City Radio St. Pölten Show Hidden Heroes hat den österreichischen Jugendfilmverband zum Helden des Alltags in der Kategorie aufstrebende KünstlerInnen ernannt. Interviewgast war Vereinsobmann Tobias Schachinger.

Inhaltlich dreht sich das Portrait um die Anfänge des Vereins, aktuelle Projekte und Zukunftspläne. Auch generelle Fragen wie der Beitritt zum Verband, die Stammtische und die Kurzfilmvorführung im Star Movie Ried.
Live gesendet wurde das Portrait am 13. April 2017.

Das gesamte Portrait zum nachhören:

Die beiden Sendungsmacher Patrick Stergonschegg und Peter Hackl-Lehner planen auch zukünftig, über Projekte und Veranstaltungen des österreichischen Jugendfilmverbands zu berichten.

Zur allen Portraits von Hidden Heroes geht es hier:
Hidden Heroes auf CR 94.4
oder jeden Donnerstag im Livestream des Campus- und City Radios St. Pölten.

Partner

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